Der Künstler mit der Kettensäge

Dienstag, 18. Februar 2020

Regula Gutjahr

Viele Inner Wheel Frauen interessierten sich für den Atelierbesuch im Februar bei Andreas Wiesmann und der Anlass begann gerade mal mit einem Apero, gespendet  von der Präsidentin Daniela.  Der Künstler kreiert Stein- und Holzskulpturen sowie grossformatige Bilder. Während er früher mit Hammer und Meissel arbeitete, stellt er heute seine Werke vorwiegend mit einer Kettensäge her. Wir liessen uns in das Geheimnis seiner Technik einweihen. 

Angefangen hat es mit einer Performance für Saxophon und Kettensäge: Zu den Klängen des Saxophons, das sein Bruder spielte, ritzte Andreas Wiesmann seine Emotionen auf eine zuvor schwarz bemalte Holzwand. Diese Erfahrung war bahnbrechend für die weitere künstlerische Tätigkeit. Die Kettensäge setzt Andreas heute sowohl für Stein- und Holzkreationen sowie insbesondere für die meist grossformatigen Portraits auf schwarzem Grund ein. Die Bilder entstehen auf der Basis von projizierten Fotos, der Künstler arbeitet schnell und geht mit unglaublicher Präzision mit seinem Werkzeug um. 

Mit den Portraits setzt er denn auch seine unverkennbare Marke. Als Lehrer unterrichtete er eine Klasse mit Absolventen aus der ganzen Welt - er fotografierte und portraitierte sie. Im Grossformat fasziniert ihre fremdländische Eigenart besonders. Andreas erlebt den Kulturmix als Bereicherung und es ist ihm ein Anliegen - besonders im Zusammenhang mit politischen Weichenstellungen - diese Botschaft an die Öffentlichkeit zu tragen. Seine Werke lassen sich fast nicht verkaufen, sie sind schlechthin zu gross. Andreas Wiesmann versteht seine Kunst deshalb als politisches Statement, das zum Hinschauen und Nachdenken anregen soll. 

Unser Monatstreffen endete im 15. Stock des Burgerspittels, wo wir in der "Lounge Bellevue" köstlich bewirtet wurden. 

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